Reise durch Burkina Faso

Fahrt von Cinkasse` bis Quagadougou

7. Tag
Um 6.30 Uhr bewegen wir uns zur Grenze, da diese um 7.00 Uhr aufmachen soll. Bei der Immigration (4 Polizisten in einer kleinen Hütte) auf der Seite von Togo entdeckt man beim Simon den Einreisestempel 2002 und bei uns 2003. Damit geht die Diskussion los und dass wir so nicht ausreisen dürfen. Ich versuche dem Polizisten klar zu machen, dass es sich doch um einen (bewussten) Fehler seines Kollegen bei der Einreise handele, was ihn aber gar nicht beeindruckt.
Schließlich stellt er die Forderung von 50000 CFA, um uns passieren zu lassen. Mir war klar, dass wir diese Forderung bei unserem CFA Vorrat nicht begleichen können und biete ihm nach einigem Palaver 5000 CFA an und gebe ihm diese sofort.

Nach einer polizeiinternen Diskussion sagt man mir, dass der Chef damit nicht einverstanden sei, also lege ich nochmals 5000 drauf und sage, dass wir nicht mehr haben. Simon bekommt seinen Stempel und wir marschieren die 500 Meter zur Station von Burkina Faso und glauben, das war es! An der Polizeistation macht man uns klar, dass unsere Visa nicht gültig seien. Es ergibt eine ewige Zählerei von Monaten und Tagen, bis wir respektieren, dass wir die schwächere Partei und eigentlich handlungsunfähig gegenüber der Staatsgewalt sind. Wir füllen Formulare aus und bekommen für je 10000 CFA ein Wochenvisa, welches wir dann in Ouagadougou verlängern lassen sollen.
Da sich die Gefängniszelle in 5 Metern Abstand befindet, aus der ein Insasse traurig schaut, fällt uns die Entscheidung mehr oder weniger leicht.
Jetzt haben wir noch 14000 CFA in unserer Reisekasse und wir gehen zur Busstation der STMB und hoffen, dass wir damit nach Ouagadougou kommen und erfahren, dass die Fahrt für uns drei 10500 CFA kostet.
Da wir uns in Voraussicht der Versorgungsprobleme an der Grenze in Kara noch gut mit Wasser eingedeckt haben, gibt es jetzt zum Frühstück Power-Bar Riegel mit Wasser, um die 4 Stunden Wartezeit bis zur Abfahrt des Busses zu überbrücken.


Landschaft im Süden Burkina Fasos

Die 5-stündige Busfahrt wird von sicherlich 15 Kontrollen und vielen tiefen Löchern in der Asphaltpiste unterbrochen. Leider geht auch so langsam unser Wasservorrat zu neige.
Bei einem Stopp in einem Dorf springe ich aus dem Bus. Iris und Simon müssen aufpassen, dass er nicht ohne mich abfährt, und ich finde drei kalte Cola. Es ist nicht zu beschreiben, wie eine kalte Cola bei über 50 Grad in der Sonne schmeckt.