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In Lome Mit
der Einreise nach Togo wechseln Sprache und Währung. Als wir im
Seemannsheim ankommen, muss ich Simon und Iris gestehen, dass ich auch
nur noch 4000 CFA habe! |
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| Nach Kara | |
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Nach
einem französischen Frühstück verabschieden wir uns von
Heike (Boss vom Seemannsheim) und sie wünscht uns ein Bon Voyage.
Am Gare Routiere Agbalefedo erwartet uns das Chaos. Aus unserem Taxi raus sichert jeder erst mal sein Gepäck. Mindestens 40 schwarze Köpfe schreien auf mich ein, um mir klar zu machen, wo wir jetzt hinzugehen haben. Ich verstehe das "System" noch nicht, Iris und Simon halten sich etwas abseits auf, weil man mich (der Alte) wohl als Führer unserer Gruppe ausgewählt hat. |
![]() Vor dem Seemannsheim in Lome (Abreise) |
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Ich
muss jetzt versuchen die Situation in den Griff zu bekommen und gebe
zu verstehen, dass ich erst etwas sage, wenn die vielen Köpfe aufhören
auf mich einzuschreien. Damit gewinne
ich zwei Minuten, bis sich die Menge etwas beruhigt hat.
Ich suche mir einen schlanken Typen mit einem Fußballtrikot
und Nummer 10 aus und gebe der Masse zu verstehen, dass ich mir zuerst
sein Buschtaxi ansehen werde. Tendenziös war das wohl die richtige
Entscheidung, da die große Masse das gut fand, und wir bewegten
uns zum Taxi. Das Auto war den Umständen entsprechend i.o. Ich
handele den Preis unter der Bedingung aus, dass wir die zwei Plätze
neben dem Fahrer bekommen. Nun soll mein Rucksack auf den Dachständer
gehoben werden und die unterlegenen Parteien merken, dass das Geschäft
zustande gekommen ist, und ein Aufschrei entsteht. Mindestens sechs
Leute und ich zerren an meinem Rucksack in alle Richtungen und die Riemen
erweisen sich als absolut reißfest. In den Augen des Hauptwidersachers
entdecke ich eine gewisse Aggressivität. Die Masse versucht ihn
zu beruhigen und als er etwas ruhiger wird, mache ich ihm klar, dass
wenn ich wiederkomme, ich ganz bestimmt mit ihm fahren werde, und beginne
mit den Händen über meinem Kopf zu klatschen und alle klatschen
mit und freuen sich. Afrikaner lachen und freuen sich sehr gerne besonders
in einer Gemeinschaft.
Unsere Rucksäcke werden aufgeladen. In dieser Situation hat mir sicherlich meine "Erfahrung" mit Afrikanern sehr geholfen. |
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| Nach
ca. 2 Stunden Warten, bis alle Plätze verkauft sind, geht es los.
Simon und Iris nehmen vorne Platz und ich sitze auf einer Bank in der
dritten Reihe neben zwei Muttis mit Babys. Aber erst mal geht es zum Tanken,
während des Tankens macht man mir klar, dass die ankommende Madam
noch neben mir zum Sitzen kommt. Als sie sich setzt, ist für mich
keine Sitzfläche mehr sichtbar. Also schiebe ich mit meinem linken
harten Hüftgelenk ihre weiche füllige rechte Fett- und Fleischmasse
zusammen, so dass ich mit einer Arschbacke sitzen kann. Jedoch muss ich
den Gegendruck stetig aufrecht erhalten. Jetzt geht es los, aus Lome raus, nach ca. 5 Polizeikontrollen, die der Fahrer idR finanziell regelt, geht es in Richtung Norden. Aber wir sind in Afrika, nach einer ½ Stunde Fahrt, fängt der Motor an zu stottern und der vollgepackte Wagen stottert noch einige hundert Meter, bis er stehen bleibt. Irgendetwas wird am Vergaser gereinigt und dann geht es wieder 300 Meter und wir stehen wieder. Die Meinung der Fahrgäste zu allem Übel ist, dass es sich wohl um schlechtes Benzin, Sand oder Wasser handeln müsse. Der Fahrer hat die Situation aber im Griff und nach mehreren Reinigungsaktionen fährt das Auto wieder. Die Durchblutung meiner "Sitzfläche" ist teilweise unterbrochen und durch stetiges Anheben bei Beibehaltung des Gegendruckes zu meiner Nachbarin sorge ich für eine Reaktivierung der Durchblutung. Und meine Nachbarin hat daran ein sichtliches Vergnügen. Es herrscht eine lockere freundliche Stimmung unter den 21 Fahrgästen und zwei Babys. Ich weiß jetzt schon, das ich heute Abend Bepanthen Salbe benötige. Bei einem Stopp, bei dem stetig Proviant an der Strasse angeboten wird, ist Simon dran hinten zu sitzen. Ich komme mir vorne vor wie in einem riesigen Mercedes und genieße das Sitzpolster. Wir fahren ab Sokode durch eine felsige Gebirgsregion bis nach Kara. Uns fällt es jetzt ganz besonders auf, dass sehr viele verunfallte LKWs an der Strasse liegen, teilweise wohl erst heute passiert. |
Simon gibt aber bald von hinten zu verstehen das er für einen ganzen Platz bezahlt hat, so wechseln wir nach ca. 1 ½ Stunden die Plätze und ich gehe wieder zu meiner "weichen" Mutti. Iris wird noch geschont da sie noch unter den Nachwehen einer Erkältung leidet.
In
Sokode werden die Leiden geringer, denn meine Nachbarin steigt aus.
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